36 Grad und es wird noch heisser... Sommerhitze bei der Arbeit

Juni 2019
Autor: Carola Schneider


Auf über 30 Grad steigt diese Woche das Thermometer, teils wird wohl die 40-Grad-Marke erreicht - und der Sommer fängt gerade erst an. Bei der Arbeit wird geschwitzt. Wir haben die besten Tipps zur Abkühlung zusammengetragen.

 

1. Der TOP-Tipp überhaupt: Eis!

Wenn man, wie die Kollegen in Vaihingen / Enz, die Eisdiele direkt neben dem Büro hat, kann der Verzehr in den Sommermonaten schonmal steigen. Aber auch in der Karlsruher Zentrale wird schnell auf die Straße gerannt, wenn nachmittags der Eiswagen klingelt. Und wessen Arbeit nicht so praktisch gelegen ist, hat vielleicht die Möglichkeit, den Gefrierschrank mit Eis zu füllen oder ein Kollege im Außendienst bringt Eis für die ganze Mannschaft mit.

Eis erfrischt - auch bei der Arbeit

Positiver Nebeneffekt: Man gönnt sich eine kurze Auszeit im Team und kann dann wieder erfrischt zurück zur Arbeit. Und: Ein schnelles Eis ist fast in jedem Job machbar. Aber Vorsicht bei strengen Vorgesetzten oder sehr konservativen Unternehmen: Auch die Eispause zählt als Pause.


2. Ventilatooooooor

Ventilator ins Büro und auf volle Stufe: Das verschafft Kühlung! Einziges Problem: Durch die Zugluft kann auch schnell mal eine kleine Sommer-Erkältung drohen.

Mein Profi-Tipp: Besonders wirkungsvoll ist der Ventilator in Kombination mit Nässe. Einfach ein Geschirrtuch nass machen, auf den Boden legen, Füße drauf und den Ventilator entsprechend ausrichten - erfrischt garantiert.

Leider ist der Ventilator außerhalb des Büro-Arbeitsplatzes in der Produktion o.ä. oft nur schwer einsetzbar. Glück für all diejenigen, deren Arbeitsplatz mit einer gut funktionierenden Klimaanlage ausgestattet ist und die sich mit den Kollegen auf eine gemeinsame Wohlfühl-Temperatur einigen können.

Für alle anderen zur "mentalen Abkühlung" zum Anhören: der SWR3-Comedy-Ventilatooooor-Song


3. Morgens nochmal (oder abends endlich mal) richtig lüften

An einem Arbeitsplatz mit großen Fensterfronten, bestensfalls in mehrere Richtungen, sollte jede Möglichkeit zum Durchlüften genutzt werden. Wichtig: Je nach Sonnenstand wird an den einen Fenstern gelüftet und auf der anderen Seite alles dunkel gemacht. Tipp: Bitten Sie doch einfach die Frühaufsteher unter den Kollegen, dass sie morgens gleich nach der Ankunft alle Fenster öffnen und für Durchlüftung sorgen.


4. Gute Laune und Sommerfeeling

"36 Grad und es wird noch heißer", "Hot town, summer in the city", "Sunshine, sunshine reggae" - mit der richtigen Musik fällt auch die Arbeit an heißen Sommertagen leichter. Ob im Einzelhandel oder im Vertrieb im Auto auf dem Weg zum Kunden - die richtige Playlist sorgt, wenn Musik möglich ist, für "Summerfeeling".


5. Vieeeel trinken - und zwar nicht eiskalt

Kaffee, lauwarmer Tee, Wasser (aber nicht aus dem Kühlschrank) hilft. Auch wennes Sie nach gekühlten Getränken gelüstet: zu kalt sollte es nicht sein. Der Grund: Durch die Kälte denkt zum Einen ihr Körper kurzfristig, er müsse "aufheizen". Zum anderen heizt der Körper das kalte Getränk auf Körpertemperatur auf, braucht dafür Energie und die - richtig - erzeugt noch mehr Wärme.

Achten Sie auf ausreichendes Trinken. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen mindestens 1,5 Liter täglich zu trinken - an heißen Tagen besser 2 bis 3 Liter, erst recht wenn Sie körperlich anstrengende Arbeiten erledigen. Der Grund: Durch die Flüssigkeit muss zusätzlich das Schwitzen ausgeglichen werden.

Unser Tipp: Immer ein Getränk in Griffnähe haben. Und am besten auch beim Essen auf flüssigkeitsreiche Nahrung achten. Sie trinken ungern Wasser? Wie wäre es dann mit Wasser mit einem Schuss Holundersirup oder ein paar Himbeeren und Minzblättern.

 

6. Leichtes Essen

Wassermelone als gesunder MittagssnackEin sommerlicher Salat, viel Obst, kaltes Fleisch, Joghurt - besonders an heißen Tagen braucht der Körper leichtes Essen, um nicht noch viel zusätzliche Energie zur Verdauung aufbringen zu müssen.

Gut geeignet sind außerdem Lebensmittel, die einen hohen Wasseranteil haben wie z.B. Gurken, Melonen oder Tomaten. Unser Tipp: Lieber öfter mal einen kleinen Snack als "SchniPoSa" zum Mittagessen.

 

7. Luftige Kleidung

Die Frauen haben es im Sommer definitiv einfacher: luftige Kleider, Röcke und offene Schuhe - alles kein Problem, so lange der Rock nicht allzu kurz und das Dekolleté nicht zu tief ist. Für Männer ist es schon etwas schwieriger: in Shorts und Flip Flops kann man vor allem im kaufmännischen Bereich oft nicht zur Arbeit kommen.

Besonders schwer fällt oft Bewerbern beim Vorstellungsgespräch die Kleiderwahl. SYNERGIE-Personalleiter Michael Haitz gibt Entwarnung: "Bei 30 Grad erwartet kein Personaler einen Anzug nebst Krawatte beim Vorstellungsgespräch. Eine dünne Stoffhose und ein kurzes Hemd oder Polo sind für Männer völlig ok. In Strandkleidung empfiehlt es sich allerdings nicht, solche Termine wahrzunehmen."

Aber wichtig: Auch bei Hitze geht die Arbeitssicherheit vor! Auch wenn Riemchensandalen angenehmer wären, braucht es an entsprechenden Arbeitsplätzen auch im Sommer Sicherheitsschuhe oder sonstige Arbeitsschutzausrüstung.


8. Nach der Arbeit oder am Wochenende: Auf ins kühle Nass!

Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude. Das gilt besonders an heißen Sommertagen - da gilt es den Feierabend draußen zu genießen bei einem leckeren Getränk auf der Terrasse, am im Sommer aufgeschütteten Cocktailstrand oder im Biergarten. 

Oder am besten direkt mit gepackten Badesachen vor oder nach der Arbeit ins Freibad oder zum Baggersee...

 

Übrigens: Hitzefrei wie in der Schule gibt es für Arbeitnehmer nicht. Das Unternehmen ist lediglich verpflichtet, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um eine potentielle Gefährdung durch die Hitze zu reduzieren z.B. durch das Anbringen von Jalousien, zur Verfügung stellen von Getränken etc. Und in vielen Unternehmen spendiert der Vorgesetzte auch einfach so mal eine Runde Eis für die Belegschaft, lockert die sonst geltende Kleideretikette oder gibt im Extermfall auch mal einen Nachmittag Hitzefrei - auch wenn es rechtlich dazu keine Verpflichtung gibt...


Und was sind Ihre bewährten Tipps bei Sommerhitze am Arbeitsplatz?

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