Internationale Rekrutierung - eine Lösung gegen den Fachkräftemangel

Juni 2015
Autor: Anna Horbach


Der Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte erhöht die Anforderungen der Personalrekrutierung immer weiter. Das weiß auch Oliver Mende, Geschäftsführer von Mende Werkzeugschleiftechnik aus Remchingen, der sich in diesem Zusammenhang für die internationale Rekrutierungsdienstleistung der SYNERGIE Personal GmbH entschieden hat. Herr Mende nutzte damit die Chance, eine passende Fachkraft fürs Unternehmen zu finden, und hat mit seinem neuen Mitarbeiter, dem Bosnier Enver Cosic, einen wirklichen „Glücksgriff“ gemacht. Lesen Sie im Interview mit Herrn Mende und Herrn Cosic  mehr über die Höhen und Tiefen des gesamten Rekrutierungsprozesses.

 

Das Bild zeigt Herrn Cosic (Mitte) mit Frau Horbach (links, Leiterin Internationale Rekrutierung bei SYNERGIE) und Herrn Mende (rechts, Geschäftsführer Mende Werkzeugschleiftechnik)

 

SYNERGIE: Guten Tag Herr Mende. Welche Vorteile sehen Sie in der internationalen Rekrutierung und aus welchen Gründen haben Sie sich dafür entschieden?

Ich spüre den Fachkräftemangel in meiner Branche schon seit längerem, denn im Raum Pforzheim ist es für mich wirklich schwer geeignete Mitarbeiter oder gar Auszubildende zu finden. Aktuell befinden wir uns außerdem auf Wachstumskurs, erst vor drei Jahren haben wir unsere erweiterte Produktionshalle bezogen, weshalb ich immer auf der Suche nach geeignetem Personal bin. Dabei sind mir als familiengeführtes, regionales Unternehmen nicht nur die fachlichen Kompetenzen eines Mitarbeiters, sondern auch der Mensch selbst, wichtig. Das Angebot der internationalen Rekrutierung von SYNERGIE Personal war für mich interessant, da ich mir erhoffte endlich mein Team erweitern zu können. Engagierten und motivierten Fachkräften aus dem Ausland gebe ich auf dem deutschen Arbeitsmarkt gerne eine Chance.
 

 
SYNERGIE: Herr Mende, wie sind Sie eigentlich auf die Firma SYNERGIE gekommen und waren Sie mit unserem Service zufrieden?

Ich kannte das Unternehmen zuvor nicht und wurde durch einen Vertriebsmitarbeiter von SYNERGIE  angesprochen. Im Gespräch über die aktuelle Personalsituation in meinem Betrieb kamen wir natürlich auf den bestehenden Fachkräftemangel zu sprechen. In diesem Zusammenhang wurde mir die Möglichkeit der „Internationalen Rekrutierung“ empfohlen und nach einiger Zeit bekam ich bereits das Exposé von Herrn Cosic zugeschickt. Dieses klang sehr vielversprechend, weshalb ich mich direkt an SYNERGIE wendete und mein Interesse bekundete. Daraufhin folgte eine reibungslose Betreuung und Koordination unter anderem folgender Termine: zunächst das Telefoninterview mit dem Kandidaten Herrn Cosic, dann das persönliche Vorstellungsgespräch hier in Remchingen und schließlich auch das Probearbeiten, bei welchem klar wurde, dass Herr Cosic genau der richtige Mitarbeiter war, nach dem wir lange gesucht hatten.
 

SYNERGIE: Herr Mende abschließend noch eine Frage an Sie: Wie bewerten Sie Ihre Entscheidung zur Rekrutierung aus dem Ausland?

Den Schritt zur internationalen Rekrutierung habe ich im Allgemeinen nicht bereut, denn mein neuer Mitarbeiter Herr Cosic passt einfach super ins Team. Jedoch muss ich zugeben, dass der betriebene Aufwand uns alle sehr viel Nerven und Zeit gekostet hat. Ausschlaggebend dafür war vor allem die Vermittlung aus Bosnien, also einem Drittstaat, was weitaus mehr Aufwand mit sich bringt als ein EU-Bürger. Warum hier so ein großer Unterschied gemacht wird, ist mir wirklich unerklärlich.

 

SYNERGIE: Herr Cosic Sie sprechen wirklich sehr gut deutsch. Haben Sie Verwandte in Deutschland oder wo haben Sie die Sprache so gut gelernt?

 Ich habe mit meinen Eltern während des Bosnienkrieges bereits in Deutschland gelebt und hier als Kind die Schule besucht. Schon damals, nach der Rückkehr in unser Heimatland Bosnien, war für mich klar, dass ich irgendwann wieder zurück nach Deutschland möchte. Dieses Ziel habe ich nicht aus den Augen verloren und mich bereits vor zwei Jahren aktiv auf die Suche nach einem deutschen Arbeitgeber gemacht. Über eine Internetplattform hat mich schließlich Frau Horbach, Leiterin des Bereiches „Internationales“ bei SYNERGIE, gefunden und kontaktiert. Zu Beginn war ich skeptisch und ging mit einer gewissen Zurückhaltung in unser erstes Telefonat, da meine bisherigen Erfahrungen mit anderen Personalunternehmen leider nicht so gut waren. Für mich hat SYNERGIE und Frau Horbach aber schließlich das Unmögliche möglich gemacht, denn alle zuvor angesprochenen Arbeitgeber sagten mir, dass eine Anstellung in Deutschland für mich als Bosnier nicht möglich sei.

 

SYNERGIE: Herr Cosic, Sie machen einen wirklich glücklichen Eindruck! Wie lief der Jobwechsel aus Ihrer Sicht?

Der erste Kontakt zu Herrn Mende lief über ein von SYNERGIE organisiertes Telefonat. Dann wurden ein Vorstellungsgespräch und Probearbeiten vereinbart, zu welchem ich mit dem Reisebus aus Bosnien und erheblichen Verspätungen wirklich übermüdet in Karlsruhe ankam. Ich habe mich damals, nach den vielen Telefonaten und Emails, sehr gefreut, endlich meine Ansprechpartner in Deutschland persönlich kennen zu lernen. Das Probearbeiten bei Herrn Mende verlief glücklicherweise so gut, dass Herr Mende mir gleich einen Arbeitsvertrag bei ihm im Unternehmen anbot. Ich konnte mein Glück kaum fassen, denn diesen Vertrag brauchte ich ja, um die weiteren Schritte meiner Auswanderung einleiten zu können. Wir gingen damals noch davon aus, dass der Vertrag und der genehmigte Antrag der Arbeitsagentur reichen würden, um problemlos mit einem Visum in Deutschland einreisen und arbeiten zu können. Was dann jedoch kam, war wirklich nicht zu erwarten: mein Antrag wurde abgelehnt, da es sich bei meinem Beruf, laut Amt, nicht um einen Mangelberuf in Deutschland handelt - mein Beruf des Maschinenbautechnikers in Bosnien wird in Deutschland mit dem des Industriemechanikers gleichgestellt. Durch den unermüdlichen Einsatz von Herrn Mende und Frau Horbach hat es dann aber letzten Endes doch geklappt und ich konnte meine Papiere nach vielen, vielen Amtsgängen, Nummern ziehen und Telefonaten in den Händen halten. Für mich heute immer noch unfassbar, wie viel Glück ich doch hatte. Ohne die Geduld und die persönliche Unterstützung von Herrn Mende und SYNERGIE wäre das alles nicht möglich gewesen. Ich kann gar nicht oft genug Danke sagen.

 

SYNERGIE: Herr Cosic, welche weiteren Schritte haben Sie noch geplant bzw. stehen noch aus?

Wir sind gerade dabei, die Thematik mit der Krankenversicherung zu lösen. Ebenso lernt meine Frau in Bosnien eifrig deutsch, damit sie mir bald mit unseren zwei Töchtern nach Deutschland folgen kann. Auch hier geht das Ausfüllen von vielen Anträgen weiter, aber nachdem ich es geschafft habe, werden wir dies auch noch erfolgreich meistern. Eines ist ganz wichtig: man darf, wie ich am Anfang bereits erwähnte, sein Ziel niemals aus den Augen verlieren, auch wenn einem oft Mut und Hoffnung genommen werden. Durch die tolle Betreuung von Frau Horbach und Herrn Mende fiel mir das Durchhalten auf jeden Fall wesentlich einfacher.

 

Vielen Dank an Sie Herrn Cosic sowie an Sie Herrn Mende für das wirklich interessante Interview!

 

 

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