Mobilisierung von Flüchtlingen und Migranten für den Arbeitsmarkt

Oktober 2016
Autor: Nicole Munk


Rund 1,1 Million Asylsuchende sind im letzten Jahr in Deutschland angekommen. Auch wenn die Zahlen dieses Jahr stark rückläufig sind mit rund 360.000 neu eingegangenen Erstanträgen im 1. Halbjahr, wurden allein im Juni rund 300.000 Asylsuchende und Flüchtlinge bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern neu arbeitssuchend gemeldet.

Arbeitskräftemangel in Deutschland

Gleichzeitig klagt die heimische Wirtschaft über Arbeits- und Fachkräftemangel; in einigen Regionen insbesondere auch in Süddeutschland herrscht mit Arbeitslosenquoten von unter 3 Prozent quasi Vollbeschäftigung. Die Arbeitslosenquote der ausländischen Bevölkerung – sei es aus Kriegs- und Krisen- oder anderen Ländern – hingegen liegt mit 15 Prozent rund doppelt so hoch wie die der Gesamtbevölkerung. Die Mobilisierung dieser Bevölkerungsgruppen für den Arbeitsmarkt ist Herausforderung und Chance gleichermaßen.

SYNERGIE-Pilotprojekt "Arbeit + Sprache = Integration"

Mit „Arbeit + Sprache = Integration“ initiierte SYNERGIE ein Projekt sowohl gegen den Arbeitskräftemangel als auch für das Zuwanderungsthema. Am zweitältesten SYNERGIE-Standort in Pforzheim ist das Pilotprojekt im April mit Teilnehmern aus dem Irak gestartet. Essentiell für die berufliche aber auch gesellschaftliche Integration ist aus Sicht von SYNERGIE der zwischenmenschliche Kontakt und Basis dafür sind die Sprachkenntnisse. „Beides wird in unserem Integrationsprojekt gleichermaßen gefördert“, betont Ines Wolf-Vetter, zuständige Expertin für Arbeitsmarktprojekte bei SYNERGIE.

Eine eigens engagierte Deutschlehrerin gibt den Teilnehmern während des sechsmonatigen Projekts zehn Stunden Sprachunterricht pro Woche. Die Migranten sind währenddessen bei SYNERGIE beschäftigt und gehen dabei im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung bei entsprechender Bezahlung einer einfachen Tätigkeit in einem Kundenunternehmen nach. Dadurch haben sie regelmäßigen Kontakt zu ihren Kollegen, können ihre Sprachkenntnisse in der Praxis erproben und sich natürlich auch sozial integrieren.

(Finanzielle) Wertschätzung motiviert

Das gewählte Konstrukt hat aber noch einen anderen Effekt: Durch das reguläre Beschäftigungsverhältnis und die entsprechende Bezahlung wird den Teilnehmern (finanzielle) Wertschätzung entgegengebracht und gleichzeitig ermöglicht, für sich – und ggf. ihre Familien – den Lebensunterhalt zu verdienen. Dadurch ist das Projekt verbindlicher und die Teilnehmer oft auch motivierter als bspw. bei unbezahlten Praktika.

Lesen Sie mehr dazu in einem aktuellen Artikel in der Personalwirtschaft, Ausgabe 10/2016

Sie wollen ebenfalls als Asylsuchender oder als Unternehmen am Pilotprojekt teilnehmen?

Wenden Sie sich an Ihren SYNERGIE-Standort vor Ort.

Aktuell (Herbst 2016) läuft das Projekt in Pforzheim und Heilbronn (gemeinsam mit unserem Partnerunternehmen CAVALLO Personalmanagement GmbH), eine Ausdehnung an weitere Standorte ist vorgesehen.

Mehr dazu

>> Bericht vom Projektstart in Pforzheim
>> 55 Nationalitäten unter einem Dach: Kulturelle Vielfalt bei SYNERGIE

 

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