Rückläufige Bewerberzahlen stellen Unternehmen vor Herausforderungen

Dezember 2018
Autor: Nicole Munk


Nur ein Fünftel der Unternehmen haben keine Probleme bei der Mitarbeitersuche

Rund die Hälfte der Unternehmen steht vor rückläufigen Bewerberzahlen – das ergab eine Umfrage von SYNERGIE unter den rund 1.000 aktiven Kundenunternehmen. Auf die Frage, welche Themen die teilnehmenden Unternehmen im Personalbereich derzeit besonders beschäftigen, wurden die rückläufigen Bewerberzahlen (51%), unbesetzte Vakanzen allgemein (43%) und ein erhöhter Rekrutierungsaufwand (42%) als die drei häufigsten Antworten genannt. Lediglich ein Fünftel der Unternehmen hat mit keiner der drei Herausforderungen zu tun. Der Arbeits- und Fachkräftemangel ist damit in den Unternehmen allgegenwärtig.

Besonders brisant: Gut 20 Prozent der Unternehmen klagt über unbesetzte Stellen in der Personalabteilung selbst. „Die Umfrage bestätigt, was wir in den Gesprächen mit den Unternehmen regelmäßig zu hören bekommen“, so SYNERGIE-Geschäftsführerin Nicole Munk. „Kaum ein Unternehmen bleibt vom Arbeitskräftemangel verschont. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen, die nicht so bekannt sind, tun sich derzeit sehr schwer mit der Besetzung von Stellen.“

Ob Fachkraft oder angelernter Mitarbeiter - Besetzungsprobleme gibt es in fast allen Bereichen

SYNERGIE-Geschäftsführerin Nicole MunkDer Mangel zeigt sich dabei quer durch alle Bereiche. Über 60 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, in den letzten 12 Monaten sei die Besetzung offener Stellen mit technischen Fachkräften schwierig gewesen. Gleichzeitig hatten aber über ein Drittel der Unternehmen sogar dabei Probleme, ungelernte Mitarbeiter zu finden. „Zahlreiche Unternehmen, mit denen wir zusammenarbeiten, würden deutlich mehr Mitarbeiter einstellen, wenn sie die geeigneten Bewerber hätten“, beschreibt Nicole Munk die Situation.

Es zeigt sich das Dilemma, in dem die Betriebe derzeit stecken: Während die Rekrutierung schwierig ist, wurden gleichzeitig Mitarbeiterbindung und -loyalität thematisiert. „Mit der Generation Y und inzwischen auch Z kommen junge Menschen auf den Arbeitsmarkt, die sich ganz andere Arbeitsbedingungen wünschen, andere Ziele haben und Vorstellungen. Dem als Arbeitgeber in der Rekrutierung zu genügen, aber auch langfristig diese Mitarbeiter zu binden, ist für viele Unternehmen eine große Herausforderung“, so Nicole Munk.

Rekrutierung im Ausland noch zögerlich

Die Gewinnung ausländischer Mitarbeiter hingegen scheint – zumindest aktuell noch – kein großes Thema zu sein: Nur 8 Prozent der Unternehmen gaben an, dass sie sich damit im Personalbereich derzeit beschäftigen. „Wir arbeiten als Dienstleister an über 30 Standorten viel mit den mittelständischen Betrieben in unseren Regionen zusammen“, erklärt Nicole Munk. „Diese tun sich oft schwer mit der Rekrutierung im Ausland, scheuen den Aufwand und haben Respekt vor der Verantwortung für die ausländischen Mitarbeiter. Mittelfristig wird dieser Weg aber als eine Maßnahme zur Sicherung der Arbeits- und Fachkräftebasis in Deutschland nötig sein.“ SYNERGIE hatte als fünftgrößter Personalexperte Europas im Herbst seine rund 1.000 Kundenunternehmen deutschlandweit zu aktuellen Themen befragt.

Sie benötigen Unterstützung in der Rekrutierung von neuen Mitarbeitern? Gerne unterstützen wir Sie in diesem Bereich - nehmen Sie einfach Kontakt mit dem SYNERGIE-Team in Ihrer Nähe auf.

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