Versteckte Jobs – Stellen, die unter der Hand weggehen

April 2016
Autor: Carola Schneider


Der Weg zum neuen Job ist manchmal ähnlich mühsam wie zu einer neuen Wohnung: auf den Immobilienportalen findet sich oft nur schlecht Renoviertes, völlig Überteuertes oder längst Vergebenes. Die wirklich guten Wohnungen gehen unter der Hand weg. An jemanden, der jemanden kennt, der jemanden kennt... Der Jobmarkt tickt da teilweise ganz ähnlich: „verdeckter Stellenmarkt“ heißt hier das Schlagwort.

Auf Jobsuche?! - Den verdeckten Stellenmarkt durchforstenÜber 600.000 offene Stellen sind aktuell (März 2016) bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, Experten gehen aber davon aus, dass das nur ein Bruchteil der tatsächlich zu besetzenden Stellen ist: Zwischen 66 und 70 Prozent der Stellen würden tatsächlich nie ausgeschrieben, sondern würden intern oder durch Netzwerk-Kontakte besetzt – diese Zahl kursiert seit Jahren.

Was bedeutet das für Bewerber?

Wie können Bewerber auch den verdeckten Stellenmarkt nutzen? Wie kann man als Kandidat für Stellen in Betracht kommen, von denen man nicht einmal weiß, dass es sie gibt?

Wir haben hier die fünf wichtigsten Tipps zusammengestellt.

1. Finden lassen statt aktiv suchen!

Immer mehr Unternehmen warten nicht auf passende Bewerber, sondern sprechen diese direkt an. DIE Visitenkarte im Netz für jeden Bewerber ist dabei ein aussagekräftiges Online-Profil. Besonders häufig genutzt wird von Personalverantwortlichen im deutschsprachigen Raum das Karrierenetzwerk XING. Aber auch ein Profil auf LinkedIn, eine Registrierung in der Lebenslauf-Datenbank der großen Stellenportale wie stepstone oder auch bei der Jobbörse der Arbeitsagentur hilft, gefunden zu werden.

Neben einem professionellen, aktuellen und möglichst vollständigen Profil ist auch ein häufiges Checken der Nachrichten und zügige Rückmeldung wichtig.

2. Über Initiativbewerbungen in den "Talent Pool" der Unternehmen gelangen

Wenn ein Großteil der Stellen nicht ausgeschrieben ist, ist es nur folgerichtig für Kandidaten, sich initiativ zu bewerben. Bei Initiativbewerbungen ist zwar je nach Unternehmen die Wartezeit etwas länger, aber dafür wird bei interessanten Bewerbern ergebnisoffen über mögliche Einsatzbereiche diskutiert und bei guter Präsentation landet der Kandidat im "Talent Pool". Bei über einem Drittel der Vakanzen greifen Personaler nach der aktuellen „Recruiting Trends 2016“-Studie von monster zuerst auf diesen zurück.

3. Wichtiger als die Suche nach dem passenden Job ist die Suche nach dem passenden Unternehmen!

Durch Informationen auf Karriere-Websites, auf Messen, bei Bewerbertagen etc. können Bewerber sich über passende Unternehmen informieren und dorthin erste Kontakte knüpfen. Ob gerade eine passende Stelle tatsächlich ausgeschrieben ist, sollte dabei nicht im Vordergrund stehen.

„Gerade auf Ausbildungsmessen, Firmenkontaktbörsen an Unis oder bei ähnlichen Karrieremessen haben Besucher am Stand die Möglichkeit sich über ein Unternehmen ausführlich zu informieren“, weiß SYNERGIE-Marketingleiterin Carola Schneider. „Welche Bereiche es im Unternehmen gibt, welche Qualifikationen die Mitarbeiter haben, aber auch was das Unternehmen bietet, lässt sich dort erfragen. So kann ein Bewerber den Messebesuch nutzen, um für sich eine Liste der Wunsch-Arbeitgeber in den nächsten Jahren aufzustellen und dann im Anschluss daran Kontakte dorthin pflegen.“

Übrigens: Tipps für den erfolgreichen Messebesuch haben unsere SYNERGIE-Experten hier für Sie zusammengestellt.

4. Kontakte sind das A und O.

Bei 34,7% der zu besetzenden Stellen sprechen die Unternehmen geeignete Kandidaten direkt an, so die Recruiting Trends 2016-Studie. Dafür müssen Bewerber mit den Unternehmen in Kontakt sein, mit den Personalern oder Fachvorgesetzten auf XING oder Linked.In vernetzt sein etc. In Kontakt sein und auch BLEIBEN, ist dabei wichtig. Schicken Sie Ihrem Kontakt eine Nachricht zum Geburtstag, kommentieren Sie eine Statusmeldung o.ä. und rufen Sie sich damit in regelmäßigen Abständen in Erinnerung. So können Sie sicher sein, dass bei passenden Vakanzen an Sie gedacht wird.

Sprechen Sie auch mit Freunden oder Bekannten über Ihre Jobsuche: Knapp 10 Prozent der Stellen werden über Mitarbeiterempfehlungen besetzt – vielleicht findet auch Ihr neuer Job Sie über eine Empfehlung.

5. Mit Experten den verdeckten Stellenmarkt erschließen

Personalberater wie SYNERGIE stehen im engen Kontakt zu Unternehmen und kennen deren ausgeschriebene Stellen - aber auch Vakanzen, die (noch) nicht öffentlich sind. Durch die Zusammenarbeit mit einem Personalberater erfahren Sie also rechtzeitig von diesen Stellen und werden von Ihrem Personalberater auch für passende Jobs vorgeschlagen.

Ein zusätzlicher Pluspunkt: Der Personalberater unterstützt Sie bei allen Fragen rund um Ihre Karriere, kann aus seiner Erfahrung abschätzen, ob ein Unternehmen zu Ihnen passen könnte, und bereitet Sie auch auf ein mögliches Vorstellungsgespräch vor.

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