Zeitarbeit als Beschäftigungsmodell der Zukunft

März 2014
Autor: Carola Schneider


Beim Bundeskongress des Interessenverbands Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) trafen sich am gestrigen Mittwoch die Vertreter der Branche in Karlsruhe.

In der Karlsruher Stadthalle wurde angeregt diskutiert mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Forschung über den Stellenwert und die Weiterentwicklung der Zeitarbeit unter dem Kongressmotto "Gute Zeitarbeit hat Zukunft".

"Offenbar haben die mediale Öffentlichkeit und die Politik überhaupt nicht wahrgenommen, wie sich die Zeitarbeitsbranche in den vergangenen drei Jahren weiterentwickelt hat", kommentierte iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz und nannte beispielhaft die regelmäßigen Verbesserungen in der Bezahlung für Zeitarbeitnehmer. Bereits seit eineinhalb Jahren gibt es die Branchenzuschläge, die zur Lohnangleichung zwischen Stammbelegschaft und Zeitarbeitnehmern führen, und auch den in Deutschland geplanten Mindestlohn von 8,50 Euro gibt es in der Zeitarbeitsbranche seit 2014 für un- und angelernte Mitarbeiter - begehrte Fachkräfte verdienen natürlich deutlich mehr. Auch andere Weiterentwicklungen wie beispielsweise der bereits vor gut 2 Jahren eingeführte und von GMW mitentwickelte Ethik-Kodex würden in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Stattdessen würden immer weitere Regulierungen von der Politik angedacht wie die Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten.

"13 bis 14 Prozent der Zeitarbeitskräfte verbleiben länger als 18 Monate in der Zeitarbeit", so Dr. Ulrich Walwei, Vizedirektor des Instituts für Arbeitsmarktforschung (IAB), in der hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion. Dies seien vor allem höher Qualifizierte. "Mit der Höchstüberlassungsdauer stellt die Politik die Branche vor das Problem, dass sie gut ausgebildete Mitarbeiter nicht länger beschäftigen kann. Das halte ich nicht für sinnvoll." Andere mögliche Zukunftsmodelle der Zeitarbeit und Beispiele aus den Nachbarländern Österreich und Frankreich wurden während des Bundeskongresses von den Referenten vorgestellt.

"Die unterschiedlichen Stimmen aus Politik und Wissenschaft in Sachen Zeitarbeit sind immer äußerst aufschlussreich", so GMW-Geschäftsführerin Nicole Munk, die als ehrenamtliche Regionalkreisleiterin Baden beim iGZ aktiv ist. "Aus dem Vortrag von Prof. Dr. Schwaab von der Hochschule Pforzheim beispielsweise konnten wir weitere Ideen für die Umsetzung unserer Auslandsrekrutierung gemeinsam mit unseren SYNERGIE-Schwestergesellschaften gewinnen."

>> Lesen Sie mehr zum iGZ-Bundeskongress auf der Website des iGZ.


Hinweis zum Artikel: GMW heißt jetzt SYNERGIE.
Seit 2011 gehört GMW zur internationalen SYNERGIE-Gruppe und hat in 2014 auch deren Namen übernommen. Seitdem firmiert das Unternehmen als SYNERGIE Personal Deutschland GmbH. Lesen Sie hier mehr dazu.

(c) Foto: iGZ

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