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„Leihfirma“ (auch Zeitarbeitsunternehmen, Personaldienstleister)

Leihfirma, Zeitarbeitsunternehmen, Personaldienstleister – das sind einige der Begriffe für Unternehmen, die im Personalbereich aktiv sind.

Wer wie SYNERGIE ein seriöser Arbeitgeber und Dienstleister ist, mag den umgangssprachlichen Begriff „Leihfirma“ oder „Leiharbeiter“ nicht. Schließlich geht es hier um Menschen und die werden nicht einfach respektlos „verliehen“ wie ein Buch, sondern unter Absprache aller Beteiligten werden interessante Projekte und Einsatzmöglichkeiten besprochen.

Woher bekommt der Begriff „Leihfirma“ bzw. „Leiharbeit“?

Der Begriff stammt eigentlich aus dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz, kurz AÜG. Dieses Gesetz regelt den Bereich der gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung, also den Projekteinsatz von Arbeitnehmern (laut Gesetz „Leiharbeitnehmer“) in einem anderen Betrieb als bei ihrem eigentlichen Arbeitgeber (umgangssprachlich „Leihfirma“).

Seit Jahren kämpfen die Arbeitgeberverbände der Branche gegen das Wort „Leihfirma“ / „Leiharbeit“ und bemühen sich um eine respektvolle Bezeichnung auch im Gesetz – bislang vergebens.

Wie funktioniert Arbeitnehmerüberlassung, also die Tätigkeit einer „Leihfirma“?

Dreiecksverhältnis zwischen Leihfirma, Projektmitarbeiter und EinsatzunternehmenArbeitnehmerüberlassung ist ein sogenanntes Dreiecksverhältnis. Der Arbeitnehmer schließt dabei einen Arbeitsvertrag mit dem Dienstleister z.B. SYNERGIE. In der Regel handelt es sich um ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis, auf das die „normalen“ Arbeitsgesetze Anwendung finden.

Zwischen der „Leihfirma“ und dem Einsatzunternehmen wird ein Arbeitnehmerüberlassungsvertrag geschlossen, der die entsprechenden Rahmenbedingungen definiert. Der Projektmitarbeiter arbeitet im Betrieb des Einsatzunternehmens und nach den fachlichen Weisungen des dortigen Vorgesetzten.

Warum ist es interessant, für eine „Leihfirma“ zu arbeiten?

Projektmitarbeiter erhalten über einen langen Zeitraum bei einem unbefristeten Arbeitsvertrag die Sicherheit eines Beschäftigungsverhältnisses bei einem Arbeitgeber z.B. SYNERGIE. Durch den Wechsel der Einsatzunternehmen bzw. Tätigkeiten haben sie dennoch regelmäßige Abwechslung. Kurzum: Eine Stelle als Projektmitarbeiter wird auch nach 10 oder 20 Jahren nicht langweilig – und falls doch, sucht in der Regel die „Leihfirma“ mit etwas Vorlauf einen neuen Einsatz. Das ist z.B. auch Hauptgrund für viele langjährige Projektmitarbeiter, bei SYNERGIE beschäftigt zu sein.

In einigen Bereichen ist durch die gültigen Tarifverträge in der Zeitarbeit auch oft die Bezahlung besser als sie bei einer Direktanstellung wäre. Dies kann z.B. in der Pflege oder im Einzelhandel der Fall sein und auch bei kleineren Unternehmen. Mindestens ist durch die gesetzliche Regelung zu „equal pay“ eine Gleichbezahlung durch die „Leihfirma“ nach einer gewissen Projektdauer sichergestellt.

Für Arbeitnehmer mit einem ungeraden Lebenslauf, wenig Berufserfahrung oder sonstigen „Erschwernissen“ bietet die Beschäftigung bei einer „Leihfirma“ oft eine gute Chance zum (Wieder-) Einstieg in den Beruf.

Warum arbeiten Unternehmen mit einer „Leihfirma“ zusammen statt z.B. Mitarbeiter selbst einzustellen?

Unternehmen können über den Einsatz von Projektmitarbeitern einer „Leihfirma“ ihren schwankenden Personalbedarf abfedern, der z.B. saisonbedingt, durch Krankheitswellen oder unterschiedliche Auftragseingänge entsteht. Natürlich könnten sie dafür auch selbst z.B. befristet Mitarbeiter einstellen, aber diese Befristungen wären oft sehr kurzfristig. Wenn die Mitarbeiter hingegen bei einer „Leihfirma“ angestellt sind, haben sie dort meist – wie bei SYNERGIE – ein unbefristetes Arbeitsverhältnis und werden nach Ende eines Projekts für ein neues vorgesehen und Arbeitsvertrag, Entlohnung etc. laufen weiter.

In Zeiten eines zunehmenden Arbeitskräftemangels nutzen viele Unternehmen aber auch die hohe Rekrutierungskompetenz der Personaldienstleister – bei SYNERGIE etwa durchlaufen über 30.000 Kandidaten jährlich den Bewerbungsprozess. Die Unternehmen können den Projektmitarbeiter direkt im Job für eine gewisse Zeit kennenlernen und anschließend als Arbeitgeber in ein direktes Beschäftigungs- oder oft auch Ausbildungsverhältnis übernehmen. Die Übernahmequote nach Beschäftigung in einer Leihfirma liegt bei etwa 30 Prozent im Schnitt – je höher die Qualifikation, desto höher ist in der Regal auch die Übernahmewahrscheinlichkeit.

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