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equal pay

Stand: Oktober 2017

Unter „Equal pay“ (englisch für: "Gleiche Bezahlung“) versteht man prinzipiell die Gleichbezahlung zweier unterschiedlicher Gruppen.

Beispielsweise wird unter dem Schlagwort equal pay die Gleichbezahlung von Männer und Frauen gefordert, also die Überwindung des so genannten „gender pay gap“. Am equal pay - Day wird demzufolge der Tag begangen, an dem die Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen ausgeglichen ist.

equal pay in der Arbeitnehmerüberlassung

In der Arbeitnehmerüberlassung versteht man unter equal pay die Gleichbezahlung von Projektmitarbeitern und der Stammbelegschaft. Diese ist gesetzlich im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz festgelegt.

Im sogenannten „Grundsatz der Gleichstellung“ in § 8 AÜG ist verankert, dass ein Zeitarbeitnehmer für die Dauer der Überlassung grundsätzlich Anspruch auf die für vergleichbare Stammmitarbeiter wesentlichen Arbeitsbedingungen hat. Diese „wesentlichen Arbeitsbedingungen“ werden auch unter „equal treatment“ zusammengefasst und dazu zählt auch der Anspruch auf die gleiche Vergütung wie ein vergleichbarer Stammmitarbeiter.

In Kraft Treten von equal pay

Eine Abweichung von equal pay ist laut AÜG in der Regel nur für die ersten neun Monate der Überlassung möglich. In dieser Zeit muss der Projektmitarbeiter nach einem gültigen Flächentarifvertrag der Zeitarbeit, z.B. DGB – iGZ Tarifvertrag, bezahlt werden.

Wenn gültige Branchenzuschlagstarifverträge vorhanden sind, muss nach spätestens 15 Monaten equal pay gezahlt werden, was durch die Branchenzuschläge tariflich abgedeckt ist (die sechste Zuschlagsstufe entspricht equal pay).

Bei der Berechnung der Einsatzdauer (9 bzw. 15 Monate) gilt eine Unterbrechungszeit von drei Monaten, d.h. wenn ein Mitarbeiter mehr als drei Monate nicht in diesem Unternehmen eingesetzt war, beginnt die Berechnung der Einsatzdauer von Neuem. Kürzere Unterbrechungszeiten oder z.B. ein Wechsel des Projektmitarbeiters zu einem anderen Dienstleister als Arbeitgeber bei weiterlaufendem Einsatz werden nicht als Unterbrechung gerechnet. Die Zeiten werden also weiter aufaddiert, denn die Berechnung der Einsatzdauer ist personenbezogen.

Bestandteile von equal pay

Definiert ist das „vergleichbare Arbeitsentgelt“ über den so genannten erweiterten Entgeltbegriff. Dazu zählt nicht nur der direkte Stunden- bzw. Monatslohn, sondern beispielsweise auch Entgeltfortzahlungstatbestände sowie bestimmte Zulagen, evtl. Sachbezüge wie Handy oder Arbeitskleidung etc.

Definition des „vergleichbaren Stammmitarbeiters“

Neben der Frage nach der Berechnung von equal pay stellt sich in der praktischen Umsetzung auch die Frage, welcher Mitarbeiter als vergleichbar herangezogen wird. Für eine Vergleichbarkeit müssen auf jeden Fall die gleiche Hierarchiestufe und vergleichbare Anforderungen z.B. bezüglich der Qualifikationen bezogen auf die tatsächlich ausgeführte Tätigkeit gegeben sein.

Die korrekte Bestimmung sowohl des vergleichbaren Mitarbeiters als auch die Berechnung von equal pay erfolgt bei SYNERGIE durch entsprechend geschulten Personalberater.

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